Pop-Kultur 2017 ist vorbei: Ein Dankeschön

Photo by Camille Blake

Dankeschön! Danke, dass ihr Pop-Kultur 2017 einen Besuch abgestattet und die Kulturbrauerei noch eine Spur wuseliger gemacht habt, als sie ohnehin schon ist. Danke, dass ihr bei Little Simz mitgesprungen seid, bei IDLES einen Mosh Pit gestartet und mit Erobique zusammen musiziert habt. Danke an ABRA für ihren hypnotischen Tanz mit eigenem Avatar, Arab Strap für die Kraft der Nostalgie, Evvol für eine wahrlich einzigartige Commissioned Work und Lady Leshurr für all die Female Power, die es dieser Tage braucht. Danke an die Berliner Label-Institutionen Shitkatapult, Karaoke Kalk und Monika-Enterprise, die ihren gemeinsamen 60. Geburtstag »SKM60« wahrlich jung und frisch haben wirken lassen. Allen Künstler*innen im Programm gilt unser Dank für die Musik, den Austausch, die offenen Herzen und Ohren.

Danke für die angeregten Unterhaltungen über Gender-Quoten, Vocoder, Religion, Depressionen, Krautrock, sowie Sinn und Unsinn des Pop-Kultur Festivals. Es war ein angeregtes Ringen um den Erkenntnisgewinn, um neue Perspektiven und Ideen. Wir sagen Danke an all die Kollektive, die das Angebot angenommen haben, ihre Arbeit im Rahmen von Pop-Kultur zu zeigen: ausland, We Make Waves, Berlin Community Radio oder das Antje Øklesund.

‚[…] Doch bleibt die Veranstaltung eine der am sorgfältigsten kuratierten Deutschlands.‘

(Süddeutsche Zeitung)

Little Simz (Photo: Roland Owsnitzki)

Danke an Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters und den Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer, für ihre passenden Worte nach den Boykott- Attacken auf Pop-Kultur. Gerade deshalb danken wir noch einmal allen, die sich dem Dialog gestellt haben und weiterhin an die verbindende Kraft von Kunst, Kreativität und Kultur über alle Grenzen hinaus glauben. Nie war dies so wichtig wie heute und wir werden nicht aufhören, dies auch zukünftig immer wieder zu betonen. Vor allem im Bereich Geschlechtergleichheit bestärken uns die zwar leicht besseren, aber immer noch nicht akzeptablen Ergebnisse der neuen FACTS Studie von female:pressure weiterzumachen.

Und natürlich gilt ein ganz besonderer Dank den 250 Teilnehmer*innen unseres »Pop-Kultur Nachwuchs« Programms, die uns mit ihrem ungezügelten Entdeckergeist viel Freude und Lust auf die Zukunft gemacht haben.

Pop-Kultur Nachwuchs Workshop mit Circuit Des Yeux (Photo: Annett Bonkowski)

Pop-Kultur wird im Jahr 2018 zurückkehren, erneut anders und überraschend aber mit dem gleichen Anspruch, den bekannten Werten und hoffentlich auch wieder mit euch. Bleibt mit uns verbunden via Social Media und Newsletter und vergesst nicht, den Pop auch die restlichen 362 Tage im Jahr zu feiern. Wir machen das in jedem Fall.

Bis demnächst,
Euer Pop-Kultur Team

Viele weitere Fotos finden sich in unserem Pressebereich.


Statement: BDS-Kampagne gegen Pop-Kultur

17.08.17

Pop-Kultur wurde zum Ziel der internationalen BDS-Kampagne (»Boycott, Divestment, Sanctions«) erklärt. Das Ziel dieser Kampagne ist der totale Boykott der Zusammenarbeit mit israelischen Künstler*innen und Intellektuellen sowie der Boykott jeglicher künstlerischer Auftritte in Israel.

Wir haben israelische Künstler*innen im Programm, genau so wie Künstler*innen aus Tunesien, Syrien, Russland, Polen, UK und anderen Ländern. Die Kulturabteilung der Israelischen Botschaft hat uns 500 (fünfhundert) Euro als Reisekostenzuschuss für Künstler*innen zur Verfügung gestellt und ist daher auf unserer Website gelistet, wie alle anderen Kultur-Partner auch.

Die »BDS«-Kampagne hat immensen Druck auf alle arabischen Künstler*innen in unserem Line-up ausgeübt. Vier Künstler*innen aus arabischen Ländern haben bisher abgesagt: Abu Hajar, Emel Mathlouthi, Islam Chipsy & EEK und Hello Psychaleppo. Einige Künstler*innen aus europäischen Ländern, der USA und auch aus Deutschland haben uns berichtet, dass sie E-Mails, Kommentare auf Facebook oder Twitter-Nachrichten von BDS-Aktivist*innen erhalten haben. Wir gehen davon aus, dass alle Künstler*innen, oder deren Vertreter*innen kontaktiert wurden oder noch werden. Die Kampagne behauptet, Pop-Kultur sei »co-organisiert« oder »co-finanziert« vom Israelischen Staat, was unwahr ist.

Wir glauben daran, dass Diskurs und Dialog der einzige Weg sind, mit den Konflikten in dieser Welt umzugehen. Gerade wir als Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen haben die Aufgabe, Netzwerke zu bauen, über Grenzen hinweg, auch wenn wir verschiedener Meinung sind.

Pop-Kultur

UPDATE 17 – 20.08.17
Annie Goh und Iklan featuring Law Holt haben ihren Auftritt bei Pop-Kultur 2017 abgesagt.

UPDATE 23.08.17
Inzwischen haben zwei weitere Künstler*innen ihre Teilnahme an Pop-Kultur abgesagt: Oranssi Pazuzu und Young Fathers.

Eine Liste der abgesagten Künstler*innen findet sich an dieser Stelle.

 


Los geht’s! Pop-Kultur 2017 ist bereit. Ihr auch?

Werte Fans von Pop-Kultur,

wir wissen nicht, wie es euch geht, aber wir haben jetzt richtig Bock, endlich loszulegen. Wir haben Lust, auf drei Tage mit über 100 Programmpunkten rund um Live Konzerte, DJ-Sets, Talks, Filme, Lesungen und Ausstellungen. In Zeiten von globalem Isolationismus, von erstarkenden autoritären Bewegungen, »Fake News« & Co setzen wir auf das genaue Gegenteil: Kollektive, Narrative, Partizipation! Für die diesjährige Ausgabe von »Pop-Kultur« haben wir so viele aufregende internationale und nationale Künstler*innen eingeladen wie noch nie. Erstmals können wir zudem eine Vielzahl von Eigenproduktionen präsentieren. Ob audiovisuelles Gedicht, gemeinsame Konzerte von Mensch und Roboter oder das Wiederauferstehen eines ganzen Clubs: Sie alle feiern während der kommenden drei Festivaltage Premiere.

Durch das Programm ziehen sich dabei mehrere rote Fäden, denn auch die Schwerpunkte sind neu. Gleichzeitig wurden zahlreiche Berliner Kollektive, die die Musiklandschaft dieser Stadt wesentlich prägen, involviert. Und neben ihnen treten Acts aus vielen anderen Ländern auf. Wir freuen uns auf Hauschka und Tolouse Low Trax als Last-Minute-Geburtstagsgäste für die große »SKM60«-Feier. Außerdem schließt sich Sleaford Mods Manager Steve Underwood als Special Guest dem Talk zur »Bunch of Kunst« Dokumentation über seine Band an.

Und dennoch läuft nicht immer alles wie geplant: Leider haben Abu Hajar, Emel Mathlouthi, Islam Chipsy & EEK, Hello Psychaleppo sowie Iklan featuring Law Holt ihre Auftritte abgesagt. Mehr zu den Hintergründen findet ihr an dieser Stelle. Auch innerhalb von Hendrik Otrembas »Typewriter-Klangwelten«-Reihe musste noch einmal umdisponiert werden. Hier muss die »I LOVE DICK« Live Performance leider krankheitsbedingt entfallen. Allerdings freuen wir uns über Autorin Maren Kames, die einspringen und aus ihrem Roman »Halb Taube Halb Pfau« vorlesen wird.

Hauschka & Tolouse Low Trax schließen sich SKM60 an

Es ist alles etwas mehr als nur ein bisschen Spaß in ernsten Zeiten, den wir uns da auf dem gesamten Gelände der Kulturbrauerei mit Ihnen vorgenommen haben. Neugierig und feministisch, kontrovers und offen, ambitioniert und unterhaltsam – das soll »Pop-Kultur« 2017 sein.

Alle Kurzentschlossenen werden mit offenen Armen an der Abendkasse empfangen. Dort wird es sowohl Festivalpässe, als auch Tagestickets geben. Außerdem wird es unser sehr günstiges Ticket speziell für Talks und Filme geben, um euer Festivalvergnügen noch angenehmer zu gestalten. Wir sehen uns oder?

– Tagesprogramm – Mittwoch, 23. August
– Tagesprogramm – Donnerstag, 24. August
– Tagesprogramm – Freitag, 25. August

Viel Spaß,
euer Pop-Kultur Team


Information über Absagen von Künstler*innen

14.08.17

Die Künstler*innen Abu Hajar, Emel Mathlouthi, Islam Chipsy & EEK und Hello Psychaleppo haben ihre Auftritte bei Pop-Kultur 2017 abgesagt, da die Israelische Botschaft einer unserer Partner des diesjährigen Festivals ist. Sie beteiligt sich an Reisekosten für Künstler*innen des diesjährigen Line-ups.

 

Pop-Kultur bietet Künstler*innen aus unterschiedlichen Regionen, Religionen und Kulturkreisen ein Forum für Auftritte und offenen Austausch über alle Grenzen hinweg. Partner und Geldgeber von Pop-Kultur haben keinerlei Einfluss auf die programmatische Ausgestaltung des Festivals. Wir bedauern die Absagen der oben erwähnten Künstler*innen.

Ein erweitertes Statement zu der Thematik findet sich hier.

UPDATE 23.08.17
Nicht am Festival teilnehmen werden: Abu Hajar, Annie Goh, Emel Mathlouthi, Hello Psychaleppo, Iklan featuring Law Holt, Islam Chipsy & EEK, Oranssi Pazuzu und Young Fathers.  

Das vollständige Programm von Pop-Kultur 2017 gibt es an dieser Stelle.


Wir müssen reden: Pop-Kultur 2017 präsentiert Talks, Filme und Ausstellungen

Liebes Pop-Kultur Publikum,

einmal mehr freut sich Pop-Kultur auf ein umfangreiches Programm abseits der Live Konzerte und unserer neuen Commissioned Works. Höchste Zeit, unser Talk-Programm und alles darüber hinaus etwas genauer vorzustellen. Es geht um Pop, Kultur, Kunst, Kreativräume, Rollenbilder, Zukunft und Vergangenheit.

Den Eröffnungstalk am 23. August bestreiten Berlins Kultursenator Dr. Klaus Lederer, Anke Fesel und Christian Reckmann vom »Zurück zu den Wurzeln«-Festival. Es geht natürlich um die Wichtigkeit kreativer Freiräume in der Stadt. Außerdem sprechen wir mit Yeşim Duman, Hengameh Yaghobifarah (Missy Magazin) und Shootingstar Ilgen-Nur über das immer aktuelle Thema Gender, aber mit einem inhaltlichen Twist. Dass die »Gender Gap« leider immer noch eine Rolle spielt wissen auch Diana McCarty, Co-Gründerin des International-Art-Radios reboot.fm, Mo Loschelder und Bettina Wackernagel vom Festival »Heroines of Sound«, die dazu aufrufen, das Hinterfragen mittelfristig nicht einzustellen. Weitere Talk-Themen im Programm beinhalten das Verhältnis von Glaube und Popmusik, die popkulturelle Wichtigkeit des Vocoders und im Austausch mit Off-Kultur die essenzielle Frage » Pop-Kultur – Brauchen wir das überhaupt? «

Dr. Klaus Lederer, Ilgen-Nur, Sky Deep, Max Dax


Mehr denn je ziehen sich inhaltliche Fäden durch Pop-Kultur 2017 und ermöglichen interdisziplinären Austausch und neue Perspektiven. So lassen wir im Rahmen einer Installation das 2016 leider abgerissene
Antje Øklesund wieder neu auferstehen. Wir verschwestern uns außerdem mit female:pressure und stellen bei Pop-Kultur 2017 erstmals die Ergebnisse der nunmehr dritten FACTS Studie vor und diskutieren anschließend die nächsten Schritte mit Journalistin Christine Kakaire, Forscherin Annie Goh, Produzentin & Labelbetreiberin Sky Deep sowie der Kuratorin Marlene Engel.

Freunde der qualitativen Pop-Dokumentation bekommen einen Einblick in die Welt der Sleaford Mods (»Bunch Of Kunst«), des Comebacks von THE THE (»The Inertia Variatons«), sowie der vielfältigen Welt der weiblichen Elektronik-Szene in Berlin (»Raw Chicks.Berlin«). Zusätzlich wird es auch Gesprächsrunden zu allen Filmen geben.

Sonic Youth (Kim Gordon) im Kino Sputnik, Wedding, 17.04.85 als Teil der Ausstellung »Keller – 80 Fotos aus den 80er Jahren« von Roland Owsnitzki

Neben dem Blick auf die Leinwand empfehlen wir auch einen genaueren Blick auf unser Ausstellungsangebot auf dem Gelände der Kulturbrauerei. Fotograf Roland Owsnitzki präsentiert seine Ausstellung »Keller, 80 Fotos aus den 80er Jahren« und gibt so einen umfassenden Einblick in das Konzertleben West-Berlins vor dem Mauerfall. Schräge Frisuren und Outfits inklusive. Außerdem erwartet euch die von Tim Tetzner kuratierte Ausstellung über den Hype Sticker in der Galerie des Kinos. Ja, genau: Das ist der Aufkleber eurer Platten- und CD-Hülle, den bei dem ihr euch damals nie sicher wart, ob ihr ihn entfernen solltet oder nicht.  

Ihr seht also: Für allerhand Abwechslung ist gesorgt. Das komplette Programm von Pop-Kultur 2017 gibt es hier zum Nachlesen, den Festivalpass, sowie Tagestickets für Mittwoch, Donnerstag und Freitag könnt ihr an dieser Stelle erwerben.

Foto-Credits /// Klaus Lederer (SenKultEuropa), Ilgen-Nur (Pressefoto), Sky Deep (Alexa Vachon), Max Dax (Luci Lux)


Darf’s etwas mehr sein? Pop-Kultur 2017 verkündet neue Programmpunkte

Liebe Freundinnen und Freunde von Pop-Kultur,

höchste Zeit, die Taktfrequenz zu erhöhen. Daher liefern wir euch heute noch mehr Gründe, Gefällt mir zu Pop-Kultur 2017 zu sagen.

1. Mehr Programm

Wir begrüßen neu im Pop-Kultur Aufgebot:

Alex Cameron / ANDRRA / ANNA VR / AUF / David Laurie & Simon Price / Decadent Fun Club / Gaika / Happy Meals / Hello Psychaleppo / How To Dress Well / IDLES / JACASZEK / Jakuzi / Jens Balzer / Jessica Pratt / Ilkan featuring Law Holt / Lenki Balboa / LeVent / Liars / Little Simz / Lucidvox / Manuela / Michelle Blades / Miss Natasha Enquist / Oligarkh / Oranssi Pazuzu / Piano Wire / Rouge Gorge / Shirley Collins & Ian Keary / SKM 60 (inkl Barabara Morgenstern, Gudrun Gut, T.Raumschmiere und anderen) /Smerz / Soft Grid / Throwing Shade / Tobias Bamborschke

Die gesellen sich zu über einem Dutzend bereits bestätigter Konzerte, DJ-Sets, Talks und anderem. Die komplette Übersicht gibt es hier.

Neu dabei: T.Raumschmiere, Smerz, Little Simz, Liars

2. Mehr Tickets

Kein weiteres Rätselraten mehr à la “Wann genau spielen eigentlich Arab Strap?”, denn ab jetzt gibt es die praktischen Tagestickets für Mittwoch, Donnerstag und Freitag und unser Line-Up sortiert nach Tagen. Für alle die hingegen mehr vom großen Ganzen erleben wollen, empfehlen wir weiterhin den Festivalpass. Käuflich zu erwerben gibt es das alles an dieser Stelle.

3. Mehr »Commissioned Works«

Über unsere Commissioned Works haben wir euch bereits berichtet, jetzt gibt es noch mehr Details zu unseren Auftragsarbeiten. Balbina hält die Dinge in weiß, Rapper Abu Hajar und Jemek Jemowit alias Ausländerbehörde verbinden arabischen Rap mit europäischem Techno, Jens Balzer und Tom Krell von How To Dress Well laden zur Lecture Performance und Circuit des Yeux stellt die ‘Big Black Box’ in den Hof der Kulturbrauerei. Wir garantieren euch ein außergewöhnliches Programm. Mehr zu den »Pop-Kultur Commissioned Works« findet ihr hier.

4. Mehr Linien

Wie gewohnt geht es bei uns ja nicht nur um die Performance an sich, sondern auch alles, was darüber hinaus geschehen kann. Mehr denn je stehen programmübergreifende Linien dieses Jahr bei Pop-Kultur im Vordergrund. Henryk Gericke wird sich in mehreren Programmpunkten unter der Überschrift “Too Much Future” mit dem Thema des Ost-Punks auseinandersetzen. Messer-Frontmann und Autor Hendrik Otremba entführt den Zuschauer in die “Typewriter-Klangwelten” und kombiniert dabei Text, Musik und Talk zusammen mit prominenten Mitstreitern wie Andreas Spechtl von Ja, Panik! oder Annika Henderson. Außerdem widmen wir uns einen Abend der “Secret Queen of England”, wie Shirley Collins gern auch oft genannt wird. Sie wird für einen Talk, sowie eine exklusive Akustik-Performance vorbeischauen. Und wir feiern gemeinsam. Mit dem Projekt SKM 60 feiert Pop-Kultur an drei Abenden den Geburtstag der Berliner Labels Shitkatapult, Karaoke Kalk und Monika Enterprise, die jeweils 20 und gemeinsam 60 Jahre alt werden. Und das ist wirklich erst ein Teil unseres Programmes abseits der Konzerte. Hier gibt es die komplette Übersicht.

Die legendäre Shirley Collins ist nur eine von vielen Highlights

5. Mehr für die Talente

Liebe junge Menschen, die richtig Bock auf Kreativität haben: Auch ihr seid Teil von Pop-Kultur 2017. Die Bewerbungsphase für unser Nachwuchs-Programm ist angelaufen und wir freuen uns bereits jetzt auf rund 250 Talente aus der ganzen Welt. Richtig! Das hier geht an alle Songschreiber*innen, Produzent*innen, Booking Agent*innen, Veranstalter*innen oder Journalist*innen – Alle mit Liebe zur Kunst sind willkommen und können sich genau hier noch bis zum 14. Juni bewerben.

Und? Lust bekommen? Dann schnell ein Ticket eurer Wahl hier beschaffen und auch direkt Familie und Freunden Bescheid sagen. Je mehr, desto besser, denn: Pop-Kultur ist für alle da!

Wir sehen uns! Ja? Jaaaa!

 


Happening in Berlin: Pop-Kultur ist zurück!

Liebe Freundinnen und Freunde von Pop-Kultur,

wir sehen uns vom 23. bis 25. August in der Kulturbrauerei! Heute präsentieren wir erste Programmpunkte, ein neues Ticketsystem und weitere unwiderstehliche Gründe, Pop-Kultur 2017 in eure Herzen zu schließen:

10+ Commissioned Works by

ABRA / Abu Hajar & Jemek Jemowit / Andreas Dorau / Balbina / Circuit des Yeux / Darkstar & Cieron Magat / Evvol  / Fishbach & Lou de Bètoly / Grandbrothers / Hendrik Otremba / Romano / Steven Warwick

70+ Concerts, DJ-Sets, Talks and Movies by

Alexis Taylor / All diese Gewalt / Anna Meredith / Arab Strap / Boiband / Emel Mathlouthi / Erobique / Friends of Gas / Islam Chipsy & EEK / Lady Leshurr / La Femme  / Let’s Eat Grandma / Noveller / Riff Cohen / Sophia Kennedy / Tasseomancy / Young Fathers

Grund 1. Es gibt jetzt ein Ticket für Alles. Und das noch günstiger!

Nichts gegen unser gutes altes Modulsystem, aber ist es nicht auch schön, sich einfach mal von der Kunst treiben zu lassen? Daher gibt es dieses Jahr ein Ticket für das große Ganze zum maximalen Entdecken auf dem Gelände. Und das schon ab 60 Euro zzgl. Gebühren. Und keine Sorge, im Mai präsentieren wir auch Tagestickets. Bis dahin möge der Rest bitte hier zuschlagen.

Grund 2. Die »Pop-Kultur Commissioned Works«

Was heißt das eigentlich? Streng genommen natürlich »Auftragswerke« und genau das sind sie auch. Über zehn Eigenproduktionen, die Pop-Kultur bereichern und 2017 als Heart und Soul des Festivals agieren. Aktuell stecken wir schon fleißig die Köpfe mit Balbina, Darkstar, Romano, Fishbach und allen anderen Künstler*innen zusammen, so dass wir euch schon bald viel mehr zu den »Pop-Kultur Commissioned Works« sagen werden …

Von links nach rechts: ABRA / Steven Warwick / Balbina / Romano und andere präsentieren „Pop-Kultur Commissioned Works“

Grund 3. Ein Line-Up, das es nur bei uns gibt

Von laut bis leise, von Ägypten bis nach Schottland – das Programm von Pop-Kultur bleibt unverwechselbar. Konkret heißt das: All diese Gewalt neben Hot Chip Mastermind Alexis Taylor, Entertainment-Allzweckwaffe Erobique, UK Grime Shootingstar Lady Leshurr, die einzig wahren Arab Strap, Let’s Eat Grandma, La Femme und die mächtigen Young Fathers.

Grund 4. Über 70 Programmpunkte

Dies wird euch gefallen: Talks, Workshops, Konzerte, DJ-Sets und Dinge, die so interdisziplinär sind, dass wir noch einen Moment brauchen, um uns auf eventuelle Kategorisierungen festzulegen. So wird sich Pop-Kultur unter anderem mit Kollektiven wie female:pressure zusammenschließen um sich gemeinsam für Empowerment und Selbstbestimmtheit im Musikbusiness einzusetzen. Wir beschäftigen uns mit der Verknüpfung von Literatur und Pop, thematisieren die Geschichte des Ost Undergrounds und feiern im Rahmen des Projektes SKM 60 an drei Abenden den Geburtstag der Berliner Labels Shitkatapult, Karaoke Kalk und Monika Enterprise. Ihr seht, wir nehmen uns gern etwas mehr Zeit für den Zeitgeist.

Grund 5. Kurze Wege und neue Multifunktionalität – Hallo, Kulturbrauerei

Wir können uns in der Tat kaum einen besseren Ort vorstellen, um Kunst und Kreativität zu zelebrieren. Euch erwarten drei laue Sommernächte auf einem Gelände, das wir mit allerhand Ideen bestücken werden, von denen ihr euch alle mitreißen lassen werdet.

Grund 6. Wir haben weiterhin ein großes ❤ für den Nachwuchs

Das »Pop-Kultur Nachwuchs«-Programm wird erneut eine wichtige Säule des Festivals sein. 250 Talente aus der ganzen Welt werden in rund 40 Workshops fit für die popkulturellen Herausforderungen der Zukunft gemacht. Die Bewerbungsphase startet am 10. Mai. Wir geben euch da noch einmal Bescheid!

Na, haben wir eure virtuelle Liebe sicher? Wir halten euch gern auf dem Laufenden, denn aktuell passiert einfach eine ganze Menge. Schaut uns doch gern via Social Media Kanäle hier, hier und hier über die Schulter. Oder ihr hört euch schon mal durch unsere Spotify-Playlist mit allen bisher bestätigten Künstler*innen. Ach, und Tickets kaufen nicht vergessen. Keine Ahnung, wie es euch jetzt geht, aber wir haben nun richtig Lust auf Frühling, Sommer und den ganzen Rest.

Gefällt euch? Gefällt uns!

Tickets für Pop-Kultur 2017 gibt es genau hier

Foto-Credits:

ABRA (Pressefoto)
Steven Warkwick (Pressefoto)
Balbina (Foto: Jacob & Hannah)
Romano (Pressefoto)
All Diese Gewalt (Foto: Max Zerrahn)
Lady Leshurrr (Pressefoto)
Let’s Eat Grandma (Pressefoto)
Young Fathers (Pressefoto)


Pop-Kultur ist zu Ende! Bis 2017!

Der Norden Berlin-Neuköllns war in der Pop-Kultur Festivalzeit vom 31. August bis 2. September noch wuseliger als sonst, ständig rannte man in alte und neue Freund_Innen: »Du gehst zu Thurston Moore? Ich bin erstmal bei Levin Goes Lightly. Lass uns doch später bei Abra treffen!« Eben noch wogend bei A-WA getanzt (oder Halay bei Selda Bağcan), jetzt schon wieder mittendrin im »Body War« Moshpit von Show Me The Body im tropfend heißen KELLER. Oder doch erstmal zum Imbiss?

Sie und 9500 andere Gäste kamen zum zweiten Pop-Kultur Festival, um sich an sechs Orten und auf acht Bühnen über 80 internationale Künstler_Innen anzusehen. Aber was bleibt? 

Kurt Cobains Feuerzeug jedenfalls nicht. Das zentrale Exponat von Scott Kings in Auszügen ausgestellter Sammlung an Pop-Devotionalien wurde ärgerlicherweise am letzten Festivaltag entwendet. Wir nehmen jederzeit online Hinweise zum Verbleib entgegen! 

Zebra Katz (Portraitiert von Janto Djassi)
Zebra Katz (Porträtiert von Janto Djassi)

Da unser Art Director King seine Kollektion allerdings erweitern möchte, legen wir ihm folgende Dinge als Erinnerungen an Pop-Kultur 2016 ans Herz: den goldenen schimmernden Anzug des Joel Gibb, in dem er solo neues fantastisches The Hidden Cameras-Material zum Besten gab; die labbrige Serviette, auf die Zebra Katz trotz aller Widerstände des Materials fein manierlich seine prominent besetzte Gästeliste notiert hatte; die Warnjacke, mit der Frankie Cosmos erst auf der Autobahn eine Reifenpanne behob, bevor sie in dieser auf die Bühne des schwül überschwappenden Clubs KELLER stieg. Und natürlich die Armschiene, die Selda Bağcan unerfreulicherweise tragen musste, weil sie beim Füttern ihrer über 20 Katzen, so erzählte sie es, einem der Tiere ausweichen musste und dabei stürzte.

»Yaz gazeteci yaz!« Schreibt, ihr Journalistinnen und Journalisten, schreibt! Gleich zweimal stimmte Bağcan ihren legendären Titel am Donnerstagabend an – zunächst zu Beginn, dann als zweite und umjubelte Zugabe ihres Auftritts im Huxleys Neue Welt. Mit diesem Lied, dessen Text die türkische Presse einst dazu aufrütteln sollte, auch über die vernachlässigten Missstände im Osten des Landes zu berichten, stand die große Sängerin mit der unvergleichbaren Stimme stellvertretend für ein Programm meinungsstarker Künstlerinnen und Künstler mit Haltung, für die Pop stets auch gesellschaftliche Bezüge hat.
Selda Bagcan (Foto: Roland Owsnitzki)
Selda Bagcan (Foto: Roland Owsnitzki)

Wir erinnern uns daran, dass bei Pop-Kultur 2016 über Arbeit in all ihren Formen nicht nur gesungen wurde: Man konnte auch die unterschiedlichsten Arbeitsbegriffe von Musik erleben. Hier die leidenschaftlichen Live-Instrumentalisten wie Algiers, wie Skinny Girl Diet und Trümmer, die sich in entfesselter Bandenergie auf Saiten und Felle warfen, Lärmhöhlen mit schönsten Melodiebögen in die Luft gruben. Oder wie Liars überaus konzentriert die Knöpfe und Tasten drückten. Dort die gleichermaßen packenden Auftritte von Fishbach, von U.S. Girls und Abra, die die von ihnen produzierte Musik in Loops oder vom Computer abgespielt darbrachten, um das Publikum im SchwuZ Salon mit ihrer performativen persönlichen Energie in Ekstase zu versetzen. Es waren Auftritte, an die sich viele wohl noch lange erinnern werden. Und dann Matthew Herbert, der sich gleich ganz der Aufführung von Musik verweigerte und sein neuestes Werk stattdessen vorlas. Boing bum tschak.

Stichwort außergewöhnliche Talks und Lesungen: Dort, wo u.a. Graf Fidi und Enno Park über Cyborgs und Behinderungen diskutierten und Juliana Huxtable und Fatima Al Qadiri in einem ebenfalls hochgradig interessanten Talk die lyrische Ex- und Inklusion von Nationalhymnen auseinandernahmen, nämlich auf der Bühne des Passage Kinos, las Hendrik Otremba, bekannt von der Gruppe Messer, weltexklusiv erste Auszüge aus seinem kommenden Debütroman vor. Der packende Detektivthriller wurde dabei live mit Effekten vom Musikerkollege Raune untermalt. Rat-ta-ta-tat macht das Motorrad.

Skinny Girl Diet (Foto: Janto Djassi)
Skinny Girl Diet (Foto: Janto Djassi)

Neben anderen Pop-Kultur Acts – u.a. SassyBlack und Colin Newman – sowie weiteren Expert_Innen wie Stephanie von Beauvais, Tina Adams und Björn Beneditz gaben Otremba und Herbert auch einen der 42 Workshops für die 250 Teilnehmer_Innen des Pop-Kultur Nachwuchs. Tatkräftig vom Goethe-Institut unterstützt, hatten sich nahezu 500 junge Menschen aus 24 Ländern beworben: Uruguay, Kolumbien, Indien, Kongo, Südafrika, Argentinien, Malaysia, Philippinen, Tansania, Venezuela, Hong Kong, USA, Großbritannien, Niederlande, Kanada, Dänemark, Schweiz, Australien, Italien, Frankreich, Russland, Polen, Ägypten und Deutschland. 250 ausgewählte Talente konnten sich nun an zwei Tagen weiterbilden, neue Inspirationen sammeln und Kontakte knüpfen.

Pop-Kultur Nachwuchs (Foto: Janto Djassi)
Pop-Kultur Nachwuchs (Foto: Janto Djassi)

Letzteres machten auch die zahlreichen Vertreter_Innen der Szene, Musikwirtschaft und Kulturpolitik, die sich während Pop-Kultur 2016 beispielsweise mit James Minor, General Manager des vielleicht weltweit wichtigsten Festivals, des SXSW in Austin, Texas trafen. Und nicht wenige Agent_Innen suchten den Kontakt zum Team des KELLER, in dem man sich demnächst wohl öfters sehen wird.

»Kein anderes Festival in Berlin bietet eine vergleichbare stilistische Bandbreite. Die programmatische Diversität ist einmalig und nicht zuletzt bin ich auch sehr stolz auf den hohen Anteil an tollen Künstlerinnen, die mit ihren Auftritten viele Highlights von Pop-Kultur ausmachten. Auf welchem anderen Festival gibt es solch eine Balance im Booking und werden Fragen wie die des Pop-Kultur Talk Programms aufgeworfen?«

(Katja Lucker, Festival-Leiterin von Pop-Kultur und Chefin vom Musicboard Berlin)

Vieles war also in diesen drei Tagen und Nächten geschehen. Das Schlusswort haben wir uns Otrembas kommenden Debütroman entliehen, gehört in oben erwähnter Lesung: »Was war nur los mit dieser Welt? Sie drehte sich um die Sonne.« In diesem Sinne: Danke, dass Sie dabei waren! Danke, an alle Künstler_Innen und Dozent_Innen, alle Mitwirkenden, die Teams des SchwuZ und Vollgutlagers, Huxleys, Heimathafen, Passage Kino, KELLER, Prachtwerk, von Young Arts Neukölln, dem KinderKünsteZentrum und der Hofperle!

Haben Sie noch viele helle Tage bis zum nächsten Pop-Kultur Festival!
Denn 2017 geht es weiter. Wir freuen uns schon jetzt drauf!

Pop-Kultur

 


Macht Pop-Kultur bunter!

Wir bei Pop-Kultur fördern ja bekanntermaßen Kreativität und junge Talente. Und damit meinen wir Talente in allen Bereichen. Ja, dazu zählt auch Ausmalen! Unser kommendes Pop-Kultur Programmheft (HIER bitte runterladen) wird nämlich neben tollen Texten und Informationen auch ein paar Illustrationen von Cajsa Holgersson zum Gestalten beinhalten. Warum? Weil’s toll ist und wir kindlichen Kreativtrieb fördern wollen. Und etwas Farbe kann der Welt gerade nicht schaden, oder?

Ihr könnt euch die Illustrationen direkt hier runterladen, ausdrucken, photoshoppen und was ihr noch alles wollt daraus machen. Überrascht uns. Überrascht euch. Und die Künstler, denn denen werden wir das definitiv weiterreichen.

Und im Anschluss?

Postet sie auf unsere Facebook-Wall, tweetet uns an, schreibt uns eine E-Mail oder postet das ganze über Instagram mit dem hashtag #popkulturberlin. Belohnt werdet ihr mit Freikarten fürs Pop-Kultur Festival 2016. Und nicht irgendwelche, sondern streng limitierte Wristbands, die euch Zugang zu allen Events ermögliche.

Vielleicht einfach mal A-Wa farbtauglich gestalten?

PK_Illus1-AWa

Algiers Drummer Matt Tong fehlt noch. Vielleicht wollt ihr ihn ergänzen?PK_Illus2-AlgiersFatima braucht Farbe! PK_Illus3-FatimaALQadiri

Neonlicht? Könnt ihr auch für den Messer Sänger benutzen, wenn ihr wollt.

PK_Illus4-Hendrik

Make SassyBlack fabulous again!PK_Illus5-SassyblackLasst Selda in der Farbgewalt erstrahlen, die ihr gebührt!PK_Illus6-SeldaBagcan

More colour for Mr. Moore, bitte!PK_Illus7-ThursonMoore

Den Download aller Illustrationen gibt es genau hier. Pop-Kultur freut sich!


Algiers präsentieren exklusive Pop-Kultur Playlist

Algiers

Eigentlich haben wir bei Pop-Kultur kein offizielles Maskottchen, aber eine Band wie Algiers kommt der Grundidee unseres Festivals so nahe, wie sonst wenige. Die omnipräsenten Experimentalrocker präsentieren nicht nur neues Material exklusiv bei uns im Heimathafen Neukölln, sondern Bassist Ryan Mahan widmet sich in einem Talk auch noch Themen abseits der Bühne. Und sogar einen Workshop für unsere Nachwuchs-Talente wird es von Seiten der Band geben. Das Ungewöhnliche verkommt zur Regel. Und genau das war bei Algiers schon immer der Fall. In Vorbereitung auf ihren Berlin-Besuch haben wir Schlagzeuger Matthew Tong einmal gebeten, seine ganz persönliche Playlist vorzubereiten. Es geht um New York, Gentrifizierung und damit auch wieder Berlin. Doch lesen und hören sie selbst.

„Ich habe darüber nachgedacht, wie es wohl wäre in New York City zu leben, weil ich das meist tue wann immer ich von einer Tour zurückkomme. Es gibt diesen unglaublich präzisen Hal Ashby Film aus dem Jahr 1970, „Der Hausbesitzer“, welcher vermutlich der erste Film war, der sich explizit mit dem Thema Gentrifizierung auseinandergesetzt hat. Er ist lustig, traurig und extrem treffsicher. Daher habe ich eine Playlist rund um das „Love Theme“ von Al Kooper aus diesem Film gebaut. Gentrifizierung ist eine von nur unzähligen apokalyptischen Tentaklen, welche die Welt aktuell im Griff haben. Daher gibt es ein paart härtere Songs in der Liste, aber ich habe versucht, diese mit Françoise Hardy und Roxy Music auszubalancieren.“

Im Rahmen von Pop-Kultur treten Algiers live am 2.9. im Heimathafen Neukölln auf und präsentieren dabei erstmals neues Material. Bereits einen Tag vorher spricht Bassist Ryan Mahan zusammen mit Journalist Josh Hall über Horror und Noise als Fortsetzung kolonialistischen Schweigens im Passage Kino. Tickets für beide Veranstaltungen gibt es im Pop-Kultur Berlin Ticket-Shop.