Anika statt Michanika

Leider muss die Uraufführung von Michanika, der Kollaboration von Michael Rother und Anika im Rahmen unseres Festivals abgesagt werden.

Anika in ihren eigen Worten:

Due to time constraints and pressing individual artistic commitments, our collaborative project ‚Michanika‘ must be put on hold for the foreseeable future and all performances of ‚Michanika‘ are cancelled. Furthermore, there will be no Anika cameo performances on the forthcoming Michael Rother tour to Spain and Portugal.
Many thanks for understanding!

Anika wird nun stattdessen alleine auftreten und wir arbeiten mit ihr daran, dass ihr Auftritt dennoch ein besonderes und außergewöhnliches Konzert wird. Ort und Zeit bleiben die selben: 27. August, Berghain – zusammen mit u. a. MssingNo, Kiasmos und The Juan McLean. Das gesamte Festivalprogramm finden Sie hier. Bleiben Sie also gespannt!


Meine ersten Schritte … mit Kiasmos‘ Ólafur Arnalds

Kiasmos
Kiasmos sind Janus Rasmussen und Ólafur Arnalds (r.)

Als Projekt zweier Freunde, so beschreiben Janus Rasmussen und Ólafur Arnalds ihr gemeinsames Kind, die Band Kiasmos, am liebsten. Nachdem es über einige Jahre hinweg in zahlreichen entspannten Aufname-Sessions enstanden war, konnte ihr letztjähriges Debütalbum mit einer texturreichen, narrativen Techno überraschen, wie man ihn bislang aus den anderen Arbeiten der beiden nicht gewohnt war. Für Pop-Kultur 2015 werden Kiasmos nun unserem mehrschichtigen Ansatz folgen und nicht nur ein sicherlich denkwürdiges Konzert im Berghain geben, sondern auch einen Workshop zu »Live Composing« im Rahmen von »Pop-Kultur Nachwuchs«.
Grund genug also, schon einmal ein paar erste Ratschläge vorab einzuholen. Am Tag vor ihrem Aufbruch zu einer großen US-Tour hat sich deshalb eine Hälfte des Duos, der isländische Musiker, Komponist, Producer und BAFTA-Gewinner Ólafur Arnalds etwas Zeit genommen, um seine ersten Schritte auf dem Weg zum Erfolg zu bilanzieren. Ein Protokoll.

ÓLAFUR ARNALDS: Als Kind besuchte ich zunächst die Musikschule. Später, als ich dann begann selbst Musik zu machen, war ich sehr ambitioniert und übernahm alles selbst. Ich bin in der Punk-Szene von Reykjavík aufgewachsen, eine sehr auf DIY bedachten Umgebung, in der niemand einen Agenten oder Manager hat. Das war also mein Zugang zur Musik und ich hatte zunächst auch kein Label oder irgendein Förderprogramm, welche mit unterstützt hätten. Um ehrlich zu sein: Am Anfang gab es für mich kaum Unterstützung – und trotzdem war ich zufrieden.
Meine Ambitionen galten vor allem den Konzerten. Ich buchte damals meine ersten Touren noch selbst. Ich denke, wenn man das so macht, dann findet und trifft man auch die richtigen Leute, mit denen man zusammenarbeiten will. Aber wenn du einfach zu Hause sitzt und darauf wartest, dass dich jemand entdeckt und berühmt macht, wird nie etwas passieren. Meinen Agenten habe ich durch die Touren etwa schon sehr früh kennengelernt.
Zwei, drei Jahre nachdem ich begann zu touren, also in 2008, konnte ich dann auch meinen Nebenjob als Tontechniker in einem örtlichen Club aufgeben. Davor hatte ich auch für kurze Zeit in Bars und dergleichen gearbeitet.
Ich hatte auch nie einen Mentor oder so etwas. Stattdessen bin ich einfach rausgegangen und habe getan, was ich tun wollte. Man lernt von seinen Fehlern. Man lernt nur, indem man Dinge umsetzt. Auf diese Weise entwickelst du eine Vorstellung davon, was du werden willst. Und du musst zu Konzerten gehen und dir andere Künstler anschauen. Selbst heute, wenn ich mit Kiasmos auf einem Festival spiele, versuche ich immer noch so viele andere Acts wie möglich zu sehen. Seine Inspiration kann man allerdings von überall her bekommen.
Zu guter Letzt: Ohne das Internet hätte ich wohl nicht meinen Erfolg gehabt. Hier traf ich Robert Raths von Erased Tapes, meinem ersten Label. Aber warte mal, nein, ich glaube, ich hätte einfach andere Wege gefunden, wenn es das Netz nicht gegeben hätte.
Einen Plan B hatte ich so oder so nie. Ich weiß nicht, wer ich heute wäre, wäre ich nicht Musiker geworden. Ich wollte nie etwas anderes machen.

Kiasmos spielen live am 27. August bei Pop-Kultur mit u. a. MissingNo, Michanika (Michael Rother & Anika) und The Juan McLean im Berghain. Karten dafür bekommt ihr in unserem Ticket-Shop. Am gleichen Tag sind zudem Neneh Cherry with RocketNumberNine, Herbert, @NeinQuarterly, Mute-Gründer Daniel Miller und Mourn neben vielen anderen Acts Teil des Festivals. Vielleicht wollt ihr euch also direkt ein »Wahl-Abo«-Ticket für den ganzen Tag zusammenstellen und so 10% sparen? Junge Musiker_innen, Djs, Produzent_innen, Label-, Club- und Festivalmacher_innen, Journalist_innen, Blogger_innen und Studierende dieser Bereiche können sich noch bis zum 10. Juli für »Pop-Kultur Nachwuchs« bewerben, um an Workshop mit Kiasmos teilzunehmen.


33 ⅓ Dinge, die Du jetzt über »Pop‐Kultur« wissen solltest

N°24 wird Deine Urlaubsplanung umschmeißen!

1. Pop-Kultur ist ein neues Festival für Berlin.

2. Nach Death Metal, Glam Rock und Pogo setzt die Stadt so den nächsten Impuls für die internationale Musikszene.

3. Es findet erstmals vom 26. bis 28. August im Berghain statt.

4. Exakt, genau dort. Und es werden alle Räume dieses besonderen Ortes bespielt – einschließlich der Panorama Bar, der Halle am Berghain, der Garderobe und der Kantine.

Schlackehalle am Berghain © Frederik Schulz (Titel „Kubus Sound“ 2012)
Halle am Berghain © Frederik Schulz / www.pan-o-rama.de

5. Pop-Kultur wird eine zeitgemäße Diversität und Internationalität repräsentieren, in dem auch die Berliner Szene zur Geltung kommt. Stellvertreterpolitik ist nicht unser Ding.

6. Das Festival steht für einen interdisziplinären Austausch. Das schließt auch wissenschaftliche Diskurse ein. Konzerte, Performances, Talks und Lesungen bilden das Programm.

7. Es werden zahlreiche welt- und deutschlandweite Uraufführungen zu erleben sein, denn: It began in Berlin! Das Festival wird so zu einem produktiven Labor der Ideenverwirklichung.

8. Wer kommt also? Bianca Casady von Cocorosie. Unter dem Namen Bianca Casady & the C.i.A. (US/FR) präsentiert sie zusammen mit dem Tänzer Biño Sauitzvy ihre neue Musik-Performance zu ihrem kommenden Soloalbum erstmals live in Deutschland.

9. Sophie Hunger (CH) gibt ein exklusives Konzert mit zahlreichen illusteren Gästen. Der Mond ist erst der Anfang!

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10. Robbie Williams kommt nicht.

11. Aber Matthew Herbert (UK). Der Tausendsassa wird bei Pop-Kultur seinem Ruf wieder vollends gerecht und stellt nicht nur erstmals mitsamt seiner Band sein neues Album „The Shakes“ live in Deutschland vor, sondern nimmt auch an einer Diskussion teil und gibt einen Workshop.

12. Das Duo Kiasmos (IS), hinter dem die Isländer Ólafur Arnalds und Janus Rasmussen, Letzterer Kopf der Blood Group, stecken, webt seinen epischen Techno in die Luft des Berghains.

13. Immer „Ärger mit der Unsterblichkeit“: Sven Regener hat mit Andreas Dorau (DE) ein Buch über eben diesen geschrieben. Gemeinsam lesen sie daraus zum ersten Mal live in Berlin.

14. Auch Bernard Sumner (UK) trägt aus seiner neuen Autobiografie vor, während seine Kollegen von New Order – Gillian Gilbert und Stephen Morris – bei einem Talk in der eindrucksvollen Schlackehalle auf Mute-Labelgründer Daniel Miller (UK) und Musiker und Komponist Owen Pallett (CA) treffen werden.

15. Hollywood-Schauspieler und Labelbetreiber Elijah Wood wird zusammen mit seinen Partnern Zach Cowie als DJ-Team Wooden Wisdom auflegen – im Dreigespann mit DJ Fitz.

They are taking the Hobbit to Berghain
The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring. WingNut Films/The Saul Zaentz Company, 2001 (bearbeitet)

16. In einer Art „Filmkonzert“ wird die Berliner Band Fenster (US/FR/DE/UK) erstmals ihr neues Album „Emocean“ live präsentieren und dabei den gleichnamigen, von ihr gedrehten Film uraufführen. Eine dystopische Hologram-Welt, mitten im Berghain.

17. Zahlreiche Newcomer-Acts wie Isolation Berlin (DE), Schnipo Schranke (DE), oder Hinds (ES) treten bei Pop-Kultur auf.

18. Und Ho99o9 (US). Ho99o9-who?! Die hier:

19. Das komplette Programm mit über 60 Künstlerinnen und Künstlern erfährst Du in einer Woche, am 22. April, auf dieser Webseite.

20. Pop-Kultur bedeutet: Entscheidungen zu treffen.

21. Das Programm ist in einzelne Module mit jeweils mehreren Künstlern aufgeteilt. Tickets kannst Du für diese Blöcke erwerben.

22. Pässe für einzelne Tage oder das gesamte Festival wird es also nicht geben, das baust Du Dir aus den verschiedenen Modulen selbst zusammen.

23. Die Tickets kosten zwischen 5 und 25 € zzgl. Gebühren.

24. Der Vorverkauf für Pop-Kultur startet am Mittwoch, dem 29. April, ebenfalls auf dieser Webseite.

25. BibisBeautyPalace haben wir übrigens nicht eingeladen. Sami Slimani auch nicht. Sorry.

26. Junge Talente aus allen Disziplinen heißen wir stattdessen in unserem Programm Pop-Kultur Nachwuchs willkommen.

27. In den Werkstätten des Bühnenservice der Stiftung Oper Berlin gleich neben dem Berghain bringen wir Dich mit Musikerinnen und Musikern, Entscheidungsträgerinnen und -Trägern aus Wirtschaft, Politik und der Musikbranche zusammen – inspirierende und produktive Gespräche inmitten der kreativen Produktion für die Theater- und Operbühnen der Stadt.

Malsaal in den Werkstätten des Bühnenservice der Opern Berlin
Der Malsaal   © Werkstätten des Bühnenservice der Stiftung Oper Berlin

28. Um an Pop-Kultur Nachwuchs teilzunehmen, kannst Du Dich schon bald bewerben.

29. Nicht nur in diesen Bereichen ist Pop-Kultur mehr als ein klassisches Festival. Es ist auch ein neuer variabler Raum für Berlin, in dem sich die professionelle Musik- und Kulturszene der Stadt entspannt mit anderen nationalen und internationalen Köpfen der Kreativwirtschaft und weiteren Entscheidungsträgern und -Trägerinnen austauschen kann.

30. Eine „Professional-Akkrediterung“ gibt es deshalb aber trotzdem nicht! Mehr Kunst für alle, weniger Schnittchen.

31. Orte zum Netzwerken finden sich auf dem ganzen Festivalgelände: in der unteren Ebene der Halle am Berghain, im Bierhof, sowie – auf Einladung – im Diskogarten.

32. Wenn Du alle Neuigkeiten rund um Pop-Kultur als Erste(r) erfahren willst, dann trage Dich jetzt in unseren Newsletter ein und folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

33. Pop-Kultur ist ein Projekt der Musicboard Berlin GmbH.

33 ⅓. Pop-Kultur nimmt Pop-Kultur ernst. Meistens zumindest:

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